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Häufige Fragen
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Wo ist der Unterschied zwischen den einzelnen Kampfkünsten?
Dies ist eine sehr umfangreiche Frage, wir werden aber versuchen sie kurz und trotzdem informativ zu beantworten.
1.) Karate: Karate wurzelt im chinesischen Boxen, welches auf eine 2000 jährige Geschichte zurückblicken kann. Etwa um 1600 entwickelte sich auf der Insel Okinawa (zwischen China und Japan) eine Kampfkunst, die „Okinawa Hand“. Sie dürfte eine Mischung aus chinesischen und japanischen Kampfkünsten gewesen sein. Nach langer Entwicklung wurde aus dieser Kunst die „China Hand“ und schließlich entwickelte der berühmte Meister Gichin Funakoshi daraus das, was wir heute als Karate kennen. Karate ist eine der berühmtesten Kampfkünste und ist auch eine der dynamischsten. Karate besteht aus drei großen Säulen: Dem Kihon (Grundschule), der Kata (der „Kür“, ein Ablauf von festgelegten Bewegungen die im richtigen Rhythmus und Dynamik ausgeführt werden müssen) und dem Kumite (freier Kampf). Im Karate werden Blocktechniken, Beinstöße, Schläge und Würfe eingesetzt. Obwohl Turniere und Wettkämpfe stattfinden stehen sie nicht im Mittelpunkt des Trainings, sondern das Training selbst und die Perfektion des menschlichen Charakters. („Der Weg ist das Ziel“)
2.) Kung-Fu: (chinesisches Boxen) Sie ist neben Karate eine der bekanntesten Kampfsportarten. Beim Kung-Fu werden Beinstöße, Schläge, Würfe, Körperdrehungen, Ausweichbewegungen, Haltegriffe, Duckstellungen und schnelles Hochspringen, Sprünge und Abrollen, Radschlagen und Überschläge eingesetzt. Bei diesen Bewegungstechniken wird öfter als bei Karate die geöffnete Hand eingesetzt. Im Vergleich zum eher statischen Karate zeichnet sich Kung-Fu durch fließendere und weichere Bewegungen aus.
3.) Jiu-Jitsu: (vom japanischen JU: “sanft“) Hier verwenden die Kämpfer Haltegriffe, Würgegriffe, Würfe, Hebelgriffe, Tritte und Atemi (Schläge auf empfindliche Körperstellen). Diese Techniken sind nur insofern sanft, als sie dazu dienen, einen Angriff abzuwehren oder unter Kontrolle zu bringen.
4.) Judo: Judo ist eine beliebte, mittlerweile auch in Europa weit verbreitete asiatische Kampfsportart, die 1882 von dem japanischen Pädagogen Dr. Jigoro Kano aus dem Jiu-Jitsu entwickelt wurde. Beim Judo versuchen die Kämpfer, ihren Gegner aus dem Gleichgewicht zu bringen, mit speziellen Techniken auf den Boden zu werfen und mit Halte-, Hebel- und Würgegriffen zum Aufgeben zu bewegen. Judo wurde 1964 in das Programm der olympischen Sportarten aufgenommen.
5.) Aikido: Sie ist eine Form der Selbstverteidigung, die wie Judo im vorigen Jahrhundert aus dem Jiu-Jitsu entwickelt wurde. Beim Aikido weicht man den angriffen des Gegners durch fließende, kreisförmige Bewegungen aus und nutzt dessen Impuls, um ihn aus dem Gleichgewicht zu bringen, ihn zu Boden zu werfen und mit Hebelgriffen festzuhalten. Aikido ist neben Tai Chi die sanfteste Kampfsportart und wird nicht als Wettkampf betrieben.
6.) Tai Chi: Ist eine alte chinesische Form des Kampfes und der Körperertüchtigung, die in China und auch anderswo hauptsächlich wegen ihrer gesundheits- und konzentrationsfördernden Wirkung ausgeübt wird. Tai Chi besteht aus langsamen, anmutigen Bewegungen und stilisierten Formen von Arm- und Beinstößen.
7.) Taekwondo: Ist eine Kampfsportart, die in Korea entstanden ist. Die Gegner verwenden Tritte, Faustschläge und verschiedene Ausweichtechniken. Besonders bekannt ist Taekwondo für seine typischen Sprung- und Tritttechniken, die auch „Flugstöße“ genannt werden. In den sechziger Jahren verbreitete sich der Sport von Korea aus über sie ganze Welt. Die ersten Taekwondo Weltmeisterschaften fanden 1973 in Seoul (Südkorea) statt.
8.) Kendo: Ist eine japanische Kampfsportart, die sich aus dem Schwertkampf der Samurai entwickelt hat. Die Gegner verwenden einen langen Schlagstock aus Bambus. Eine spezielle Rüstung schützt verschiedene Körperteile.
Wer kann Karate trainieren?
Karate ist für jedermann geeignet – ob Groß, Klein, Mann, Frau, Jung oder Alt. Die geforderten Bewegungsabläufe dienen neben Zwecken der Selbstverteidigung auch einem gesteigerten körperlichen Wohlbefinden. Geist und Körper werden harmonisch ausgebildet; so ist es für alle Interessierten ab 7 Jahren möglich, mit Freude Karate zu betreiben.
Kann ich Karate unverbindlich ausprobieren?
Ja. Die Anfängerkurse beginnen immer gegen Ende September und hier bieten wir 2-3 Wochen Schnuppertraining an.
Die Kosten?
Anfängerkurs: Erwachsene: € 90,- Kursdauer ca. 3 Monate
Mitgliedsbeitrag (pro Halbjahr): Erwachsene/Kinder: € 60,-
Meldegebühr Bundesverband: Einmal jährlich ist die Meldegebühr beim Bundesverband zu bezahlen. Erwachsene: € 29.-
Lehrgangsgebühren: Es gibt an ca. 40 Samstagen im Jahr die Möglichkeit bei Lehrgängen zu trainieren und sein Karatewissen durch unseren japanischen Bundestrainer Shihan Norio Kawasoe (7.Dan) zu bereichern. Gürtelprüfungen werden auch ausschließlich an solchen Lehrgängen abgenommen. Erwachsene € 20.-
Prüfungsgebühren (9.Kyu - 1.Kyu): 9.Kyu: € 15,-
Karategi: Als neues Mitglied ist irgendwann der Karateanzug (GI) für das Training zu kaufen. Es besteht die Möglichkeit, sie bei den Trainern ab ca. € 50.- zu bestellen.
Zusammenfassung: Kurz zusammengefasst kommt auf einen Anfänger der beschlossen hat dabei zu bleiben gleich am Anfang die Kosten für den Anfängerkurs selbst, (Erwachsene 90.- und Kinder € 70.-) nach ca. 2 Monaten die Kosten für einen Karateanzug (ab € 50.-) und nach weiteren ca. 2 Monaten die Kosten für die erste Gürtelprüfung (€ 15.-) und der Mitgliedsbeitrag für das erste Halbjahr als „normales“ Mitglied (€ 60.-)zu. Diese Kosten fallen jedoch nur am Anfang an, da zusätzlich der Anzug zu kaufen und der Anfängerkurs zu bezahlen ist. Kosten für ein „normales“ Mitglied betragen ca. € 150.- / Jahr
Welche Gürtel gibt es und wie funktioniert dieses System?
Das System der farbigen Gürtel wurde von dem Begründer des modernen Karate-do, Gichin Funakoshi eingeführt. Es gibt neun Schülergrade (Kyu-Grade) die wohl besser als farbige Gürtel bekannt sind und 12 Meistergrade (Dan-Grade), die schwarzen Gürtel.
Die neun Schülerfarben sind: weiß, gelb, orange, grün, violett, violett, braun, braun, braun. In dieser Reihenfolge werden dann auch die Prüfungen abgelegt, die Abstände zwischen den Prüfungen werden je vom Trainer festgelegt, der entscheidet ob die Zeit gekommen ist oder nicht. (Die Zeit zwischen den Prüfungen beträgt ca. 5 Monate bis 2 Jahre) Wenn man all diese Stufen durchlaufen hat und man den entsprechenden Willen, Eifer, Fleiß und Fortschritt gezeigt hat wartet schließlich der erste schwarze Gürtel. Er ist aber nicht, wie viele aus dem Fernsehen glauben das Ende, sondern erst der Anfang im Karate, denn nun ist man „suchender nach dem Weg...“.
Was bringt Karate, was lerne ich und wie schnell kann ich es lernen?
Karate ist eine japanische Kampfkunst und eine hervorragende Selbstverteidigung. Man lernt Disziplin, Bescheidenheit und dass, Fortschritt nur mit Fleiß erreicht werden kann. Darüber hinaus werden natürlich die entsprechenden Karatetechniken vermittelt. Karate kann man nicht in zwei oder drei Wochen lernen sondern man braucht Jahre um Fortschritte zu machen. Wenn man aber denn nötigen Willen und Fleiß mitbringt dann hat Karate sehr viel zu bieten. Unter anderem das körperliche Wohlbefinden welches durch das regelmäßige Training und Dehnung noch verstärkt werden kann, wird auch ein gesundes Selbstbewusstsein für das tägliche Leben vermittelt, welches nicht mit Hochmut verwechselt werden sollte.
Welches Risiko besteht beim Training?
Anders als man aus dem Fernsehen kennt, wird nicht wie wild auf einen Partner eingeschlagen. Man wird langsam in das Karate eingeführt. Der Trainingsalltag besteht aus trainieren mit einem „imaginären“ Gegner. Das heißt, man führt diese Übungen alleine und ohne Partner aus. Die ersten Partnerübungen werden dann mit wenig Kraft ausgeführt und die Abläufe sind bekannt. An einem richtigen „freien“ Kampf während des Trainings oder auch bei einem Turnier kann frühestens nach ca. 4 Trainingsjahren teilgenommen werden. Es besteht also weder für Jung noch Alt ein Trainingsrisiko.
Von wo kommt Karate?
Karate wurzelt im chinesischen Boxen, dass auf eine 2000 jährige Geschichte zurückblicken kann. Etwa um 1600 entwickelte sich auf der japanischen Insel Okinawa (zwischen China und Japan) eine Kampfkunst, die „Okinawa Hand“. Sie dürfte eine Mischung aus chinesischen und japanischen Kampfkünsten gewesen sein. Nach langer Entwicklung wurde aus dieser Kunst die „China Hand“ und schließlich entwickelte der berühmte japanische Meister Gichin Funakoshi daraus das, was wir heute als Karate kennen. Genauere Entwicklungsgeschichte ist jedoch unbekannt.
Wie lange dauert der Kurs?
Der Anfängerkurs dauert grundsätzlich 3 Monate, mit dem Ziel danach ein 'normales' Vereinsmitglied zu werden. Im Karate gibt es jedoch nur einen Anfang, kein Ende. Man kann nie sagen „ich kann Karate“. Wenn man Karate beginnt macht man natürlich Fortschritte und nach Jahren wird man auch ein vorzeigbarer Karateka aber man macht nicht nur körperliche, sondern auch geistige Fortschritte. Dieser Prozess geht langsam aber stetig weiter. Man kann dieser Kunst sein Leben verschreiben und wird auch nach 30 Jahren noch neues Lernen und Fortschritte machen, denn „der Weg ist das Ziel!“. Wenn man Karate aber nur als körperliche Ertüchtigung betreiben will hat es auch einiges zu bieten. Man bekommt einen gut gedehnten und gesunden Körper, und kann sich nebenbei auch noch selbst verteidigen.
Wo wird trainiert?
Es wird in der Volksschulhalle Henndorf trainiert. Sie hat einen angenehmen Parkettboden und die ideale Größe für eine optimale Trainingsatmosphäre. Über die Sommerferien weichen wir immer in den mit Mattenboden bestückten ASKÖ Trainingsraum unter der Volksschulhalle aus.
Wie lange dauert es zum schwarzen Gürtel?
Der schwarze Gürtel ist im Karate nicht das Ende, sondern es ist erst der Anfang. Es heißt „der Weg ist das Ziel“ und als Träger des ersten schwarzen Gürtels ist man erst „suchender nach dem Weg“. Diese Frage ist für jemanden, der Karate trainiert also nicht wichtig, um sie dennoch zu beantworten: es dauert durchschnittlich 8 bis 10 Jahre. |
